Warum nicht - mal ohne Überschrift, ohne Titel, ohne Betreff.
Aus dem Leben sozusagen der Familie Herbst.
Im Moment zehrt das Leben mit seinen Aufgaben doch sehr an uns und unserer Fitness. Ruth und ich fühlen uns des öfteren müde und gereizt. Familie ist toll und anstrengend gleichzeitig. Bereichernd und Belastend. Keine Angst - ich würde meine Familie mit nichts und niemanden tauschen wollen. Ich bin dankbar und froh, in dieser "Luxus-Situation" stehen zu dürfen, da mein eigenes Herz mittlerweile schon "3 Aussenstellen" jeweils bei meiner Frau und meinen beiden Kindern hat. Gott baut jedes Mal in meinem Herzen an. Das ist echt ein Privileg mit großer Verantwortung.
In gut einer Woche fängt die Erlebnisfrezeit mit 30 Kindern zwischen 10-14 Jahren an. Hab grad noch einen "gehörigen Respekt" vor der Verantwortung und dem Arbeitsaufwand dafür. Interessanterweise will mich Gott auch vor/in dieser Freizeit beschenken, nur merke ich jetzt noch nichts davon! ;-)
Nebenbei habe ich heute mal wieder im Buch "Ohne Netz" von Alex Rühle gelesen, in dem er sein "halbes Jahr offline" beschreibt. Immer wieder witzig und erschreckend zugleich, wenn man sich ertappt fühlt. :-O
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "dran" ging es im Titelthema um "Runterschalten" (vom engl. "Downshifting"). Auch hier merke ich immer mehr, dass oft "weniger - mehr ist" - besonders an Lebensqualität. Meine Frau meint, dass sie die Artikel auch für mich lesen sollte. Ich habe auch das Gefühl, dass mit der steigenden Lebensgeschwindigkeit auch die Lautstärke des Alltags zunimmt. Ähnlich wenn man im Auto bei Geschwindigkeiten ab 180 km/h das Radio lauter stellen muss, außer es macht es von selbst (yeah!). Also kommt zu der Geschwindigkeit noch die Lautstärke, was zur Folge hat, dass man noch mehr ausgelaugt ist. Dann doch lieber: langsamer und leiser?! Befinde ich mich denn auf der Flucht? Vor allem, vor was und wem fliehe ich? Vor der Langeweile, der Unruhe in mir, der Einsamkeit, den inneren Ängsten? Der Verantwortung im Leben? Am besten laufe ich ganz schnell nach Hause in die Arme meines liebenden, himmlischen Vaters, der mir schon von weitem entgegen rennt. Danke Vater!
Zum Schluss noch mal ein altes Lied - neu entdeckt:
Relient K - Less Is More (anzuhören bei Grooveshark)
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